DuoProtect-Imprägnierung

Dieses maschinelle Investitionsprojekt wird aus dem Just Transition Fund (JTF) der Europäischen Union im Rahmen des Programms IBW/EFRE & JTF Österreich 2021–2027 kofinanziert. Mit der Investition in moderne Imprägnierungs- und Anlagentechnik stärkt die MOHIK Wertholz GmbH den Standort Frohnleiten und entwickelt nachhaltige Lösungen für den Holzschutz weiter.

Bisher war Steinkohlenteeröl im Holzschutz der Garant für Standzeiten von mehreren Jahrzehnten.

Aus ökologischer Sicht ist es heute notwendig, die Imprägnierung von Steinkohlenteeröl durch ein neues, verträglicheres Produkt zu ersetzen.

Durch die Kombination einer wasserbasierten Kesseldruckimprägnierung und einer zusätzlichen Imprägnierung sind wir bei MOHIK in der Lage, mit dem DuoProtect-Mast den Steinkohlenteeröl-Mast zu ersetzen.

Der DuoProtect-Mast weist sämtliche Vorteile des traditionell eingesetzten Steinkohlenteeröl-Masts auf und leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz:

  • Das eingesetzte Öl wird aus einem erneuerbaren Rohstoff gewonnen und ist nicht mineralischen Ursprungs.
  • Keine Schadstoffe im Boden
  • Kein Geruch
  • Die Holzoberfläche ist trocken
  • Längere Standzeit als bei Salzmasten
  • Die Farbe dunkelgrün statt schwarz – passt in die Umgebung

Die zweifache Imprägnierung ist auf dem Foto (Querschnitt) gut ersichtlich:

  1. Hellgrün: Salzimprägnierung
  2. Dunkel umrandet: DuoProtect

Es können nicht nur Maste, sondern auch das gesamte Sortiment aus Kiefer imprägniert werden, wie z. B. Hagelschutzsäulen, Pferdekoppeln, Weingartensäulen sowie Schnittholz in sägerauer oder gehobelter Ausführung.

Herstellvorgang im Detail

Die geschälten und sorgfältig sortierten Kiefernmasten werden zunächst durch natürliche Trocknung auf eine Holzfeuchte von ca. 25–30 % gebracht. Dieser Vorgang dauert mehrere Monate. In dieser Zeit lagern die Maste auf dem Werksgelände der MOHIK Wertholz GmbH in Frohnleiten.

Anschließend werden die Maste in einem speziellen Vakuum-Druckverfahren einer Vollzelltränkung unterzogen. Dabei kommt ein bewährtes, wässriges Kesseldrucksalz zum Einsatz, das den gesamten Splintholzbereich bis zum Kernholz durchdringt.

Danach erfolgt eine weitere natürliche Trocknungsphase bis zum Fasersättigungspunkt von 25–30 % Holzfeuchte. Auch dieser Trocknungsvorgang kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Die gleichmäßige und natürliche Trocknung ist eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Behandlung.

In der zweiten Stufe der Imprägnierung wird ein zusätzlicher Schutz im besonders beanspruchten äußeren Bereich erzielt. Neben der Einbringung biozider Wirkstoffe erfolgt auch eine hydrophobe Ausrüstung des Mastes. Abschließend werden die Maste einige Tage auf dem Betriebsgelände gelagert, um die vollständige Abtrocknung der Oberfläche sicherzustellen.

Danach kann die Auslieferung erfolgen.

Nähere Informationen zum Programm IBW/EFRE & JTF Österreich 2021–2027 finden Sie unter www.efre.gv.at.